Seine Geschichte im Himmel und auf Erden

Am Anfang

Lichtjahre entfernt, jenseits von Galaxien und Sternen in einer Ebene aus Licht und Herrlichkeit begann eine Geschichte, die uns mit dem Ewigen verbindet. Jene strahlende Herrlichkeit kommt von Gott – Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Aus sich selbst existierend lebten sie schon immer, ohne Anfang und ohne Ende, und in einer starken Zuneigung zueinander, wie sie kein menschliches Wort beschreiben kann. Vielleicht wird ihre tiefe Einheit ein wenig dadurch erfassbar, dass Sie sich EIN GOTT nennen. Sie sind einander verbunden wie Vater und Sohn, und der Vater bezeugt, dass Er sich nach dem Heiligen Geist sehnt. Sie beide wiederum bezeichnen den Sohn als ihren Gefährten – und dieser ist der Christus.

Im Himmel

Wahre Liebe, wie sie Gottes Wesenszug ist, will teilen und sich verschenken. Deshalb beginnen Gott Vater und Christus das Universum mit allen Welten zu erschaffen. Sie rufen Engel als freie und intelligente Wesen ins Leben, die für Sie ihre Söhne sind. Um ihnen nahe zu sein und ihnen Gottes Charakter zu zeigen, lebt Christus mit ihnen als ihr Engel-Fürst. Er wird Erzengel Michael genannt – ein Name, der die Bedeutung trägt: ‘Der höchste Bote, der Gott gleich ist’. Und so ist Gott: Er ist den Engeln ein Engel. Noch bevor Er Mensch wird, wurde Er Engel.

Alle Bewohner des Universums leben unter Christi Fürsorge und Leitung in Harmonie. Doch dann geschieht das Unbegreifliche: Einer der führenden Engel wird stolz, er lehnt sich gegen Gottes unwandelbaren Grundsatz der Liebe auf und beneidet Christus um seine göttliche Stellung. Er will selbst wie Gott sein. Dadurch wird er zum Satan – zum Gegner Gottes. Um sich selbst zu erhöhen, setzt er Gott in den Augen der anderen Engel herab. Er verbreitet Lügen über Gott, sät heimlich Misstrauen und Unzufriedenheit, indem er Gott als hart und willkürlich hinstellt ... bis er ein Drittel der Engel auf seiner Seite hat.

Christus und der Vater versuchen die ganze Zeit über, jenen Engel zurückzugewinnen. Auch der Heilige Geist redet ihm ins Gewissen. Geduldig und mitfühlend beweisen Sie ihm, wie unhaltbar seine Vorwürfe sind. Gott weiß, dass dieser Engel sich selbst zerstört und sterben wird, da er sich von seinem göttlichen Vater und Lebensgeber trennt. Aber trotz all ihrer Bemühungen um ihn, wird er immer hartnäckiger und behauptet schließlich, Gott drohe ihm mit dem Tod als Strafe, weil er nicht so denke wie Gott. Schweren Herzens muss Gott ihn gehen lassen. Doch die anderen Engel und die bewohnten Welten würden es nicht verstehen, wenn Satan an den Folgen seiner Abkehr stirbt. Es würde für sie so aussehen, als hätte Satan tatsächlich recht gehabt, als hätte Gott ihn getötet. Sie würden Gott nur noch aus Angst dienen. Gott erhält Satan daher am Leben, um ihm die Gelegenheit zu geben, seine eigene Regierungsform zu beweisen. Alle werden dann erkennen können, wohin es führt, wenn Gottes ewiger Grundsatz der Liebe verworfen wird.

Da Satan und seine Anhänger das Reich Gottes umstürzen wollen, können sie nicht länger im Himmel bleiben, sie müssen gehen.

Auf der Erde

Mitten in dieser konfliktreichen Zeit formt Gott die Erde mit allem Leben darauf. Er erschafft die Menschen, Adam und Eva, nach seinem eigenen Bild, und sie sind für ihn einzigartig. Als Wohnort pflanzt Er ihnen den Garten Eden mit dem Lebensbaum und gibt ihnen als Zeichen seines Treuebundes seinen heiligen siebten Tag, an dem Er ruht und diese Zeit mit ihnen verbringt. Außerdem teilt Er ein Stück seiner Schöpfermacht mit ihnen, denn sie werden Kinder zur Welt bringen – kleine Menschen nach ihrem eigenen Bild. Vor dem ganzen Universum wird dadurch offenbar, dass Gott seine Macht nicht eigensüchtig für sich behält, wie Satan behauptete.

Doch Satan ist nicht zufrieden. Er fordert von Gott, mit den Menschen sprechen zu dürfen, damit sie sich frei entscheiden können, wem sie nachfolgen wollen – andernfalls wären sie nur Marionetten. Gott will jedoch nicht, dass Satan die Menschen ständig belästigen kann. Er erlaubt Satan nur an einem einzigen Baum den Zutritt zu Eden – am Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Christus kommt jeden Tag in den Garten und warnt die Menschen vor der Gefahr. Er erklärt ihnen, dass sie sterben würden, wenn sie sich auf die schlechte Frucht dieses Baumes einließen und sie verzehrten. Nur die Frucht des Lebensbaumes repräsentiert das ewige Leben. Wie werden sich die beiden Menschen entscheiden?

Satan arbeitet jedoch mit Hinterlist, er versteckt sich auf dem Baum in der Schlange, die zu dieser Zeit noch ein wunderschönes und kluges Tier ist. Als Eva alleine vorbeikommt und neugierig einen Blick auf den Baum wirft, spricht Satan sie aus der Schlage an und lügt erneut über Gott. Er behauptet, Gottes Todesandrohung sei ein Schwindel, sie würden niemals sterben. Im Gegenteil, sie könnten selbst bestimmen, was Wahrheit und was Sünde ist und sie würden wie Gott sein. Glauben ihm Adam und Eva?

Das ganze bewohnte Universum muss nun erleben, dass die Menschen wirklich der Lüge glauben. Eva nimmt die Frucht und bringt auch ihrem Mann davon, beide essen sie. Damit entscheiden sie sich gegen Gott und seine Wahrheit. Ihr Charakter verändert sich daraufhin schnell. Als Christus zu ihnen in den Garten kommt, fürchten sie sich auf einmal vor Ihm, obwohl sie von Ihm nur Güte erfahren haben, und sie schieben die Schuld und die Verantwortung aufeinander ab, um sich vor Ihm zu rechtfertigen.

Was ist nur aus ihnen geworden? Es schmerzt Christus. Doch Gott liebt sie noch immer und Er überlässt sie nicht dem Tod, den sie selbst ausgelöst haben. Er hat für einen solchen Fall schon lange vorher einen Plan der Rettung vorbereitet. Christus teilt diesen Plan zunächst mit den Engeln. Er erzählt ihnen, dass die Menschen durch Satans Lügen ein falsches und hartes Gottesbild bekommen haben. Die Macht Satans kann nur gebrochen werden, wenn Christus eines Tages als Mensch zu den Menschen kommen würde, ihnen Gottes wahres Wesen zeigt und für ihre Sünde stirbt. Das ganze Universum ist schockiert. Ihr geliebter Herr soll sterben? Wozu? Die Engel bieten sich freiwillig an, um an seiner Stelle zu sterben. Christus erklärt ihnen, dass nur Er den Charakter Gottes offenbaren kann, weil auch Er selbst Gott ist. Nur Gott selbst kann zeigen, wie Gott liebt.

Christus eröffnet auch den beiden Menschen, dass Er einmal als Erlöser kommen und für die Menschen sterben wird, um sie zu retten. Er muss ihnen jedoch auftragen, ein Lamm zu opfern, das Ihn darstellt. Nur so begreifen sie, wie entsetzlich der Tod ist und welche schrecklichen Auswirkungen es hat, sich von Gott, dem Lebensgeber, und von seinen Ordnungen der Liebe abzuwenden. Christus versichert ihnen aber auch, dass Er ihr Wesen, das durch ihre Abkehr zerstört wird, wieder heilen kann, wenn sie Ihm vertrauen, seinem Wort glauben und danach leben möchten. Er kann dann ihren Charakter zum Guten verändern und die vollkommene Liebe in ihnen wieder herstellen.

In den darauffolgenden Jahrhunderten und Jahrtausenden überschüttet Gott eine abgefallene Welt mit seiner Güte, obwohl Er von den Menschen, die Er liebt, missverstanden wird. Er versucht alles, um sie aufzurütteln, sie zur Vernunft zu bringen, gibt ihnen Gebote, um sie auf den rechten Weg zu führen und sie zu schützen. Er versucht ihr Vertrauen zu gewinnen, um sie retten zu können. Das ganze Universum sieht dabei zu. Und immer geht es um die Frage: Wer hat recht? Gott? Oder Satan mit seiner Lüge, dass Gott alle töte, die nicht bedingungslos gehorchen? Manchmal scheint es, als habe Satan recht. Tausende Menschen kommen um, weil sie sich nicht von Gott aufrütteln lassen und Er sie ihren eigenen Weg gehen lassen muss, sodass sie sich selbst zerstören und sterben. Aber es sterben alle, ob gut oder böse. Gott erklärt jedoch, dass dieser erste Tod nur wie ein Schlaf ist, aus dem Christus sie am Ende der Welt wieder auferwecken wird. Denjenigen, die Gott vertrauten, kann Er dann ewiges Leben geben, wie Er es ihnen verheißen hat. Aber was ist mit den Verlorenen? Tötet Gott sie als Strafe? Erzeugt das nicht Angst? Und wäre es nicht gut, wenn sie aus Angst vor Strafe gehorchen? Diese Dinge wird Gott klären ... nicht durch Worte, sondern durch seinen eigenen Einsatz.

Das Band zwischen Himmel und Erde

Und Gott selbst wird ein Mensch, um alle Fragen zu beantworten. Er hat ein Volk damit beauftragt, Zeugen seiner Wahrheit zu sein, und Er kommt zu ihnen zu einer Zeit, als sie Ihm scheinbar völlig gehorchen. Ihre geistlichen Führer lehren, dass all ihre Unglücke in der Vergangenheit Gottes Strafen für ihren Ungehorsam gewesen seien. Durch zusätzliche Gesetze versuchen sie daher, Gehorsam zu erzwingen.

Da tritt Christus auf, der selbst Gott ist und der den Menschen ein Mensch wurde und dem Vater ein Sohn. Er heilt und vergibt bereute Schuld, tröstet und kümmert sich um jeden. Was Er verkündet und auslebt, passt nicht zu dem strengen Gottesbild, an dem manche festhalten. Deshalb lehnen sie den ab, der ihnen Gottes Liebe offenbart. Sie haben einen strafenden Gott, der jeden, der ihm im Weg steht, tötet. Weil sich aber der Charakter nach dem eigenen Gottesbild formt, prägt das auch sie, und so beschließen sie, den, der sie liebt, am Kreuz zu töten – weil Er ihnen im Weg steht. Und da Satan sie dazu anstachelt, wird auch seine Gesinnung endgültig entlarvt, er wird zum Mörder seines Gottes.

In der Nacht vor seiner Verurteilung nimmt Christus schließlich die Sünde der Abkehr – die Sünde der Welt – auf sich. Er wird wie einer der Sünder gezählt, die Gott vergeblich erreichen wollte, die Er aufgeben und in den Tod dahingeben muss. So wird Christus durch die Sünde von seinem Vater getrennt. Diese Trennung ist für Sie beide so unfassbar, dass Christus im Garten Gethsemane mit blutigem Schweiß auf der Stirn zusammenbricht und im Sterben liegt. Ein Engel, den der Vater sendet, muss Ihn stärken, damit Er die letzten Schritte zur Kreuzigung gehen kann.

Als Er am nächsten Tag verurteilt am Kreuz von Golgatha hängt, ruft Er aus: „Mein Gott, warum hast Du mich verlassen, warum hast Du mich aufgegeben?“ Diese Trennung zerreißt sein Herz. Doch in der Todessekunde siegt sein Vertrauen zu Gott und Er bezeugt mit seinen letzten Worten: „Es ist vollbracht. Vater, in deine Hände übergebe ich mein Leben.“ Er stirbt, doch in seinem Tod ist Er Sieger, Er hat den Heilsplan zur Vollendung gebracht.

Den heiligen Ruhetag über liegt Er im Todesschlaf in einer Grabeshöhle. Am darauffolgenden Morgen steht Er jedoch im Triumph vom Tod auf – der Tod kann Ihn nicht halten!

Er fährt in den Himmel auf zum Vater und zu den Engeln. Wird dort sein Erlösungswerk bestätigt und hat das die Fragen über Gott beantwortet? Ja, es wurde sehr deutlich, nicht durch Angst, Zwang oder Macht kann Gott retten, sondern durch das Vertrauen zu Ihm, denn Gehorsam aus Angst vor Strafe erzeugt Rebellion; Menschen mit einem strafenden Gottesbild töteten ihren Erlöser. Und was ist mit Gott, tötet Er die Verlorenen, tötete Er Christus? Nein, Gott legte keine Hand an Christus, sondern es ist die Sünde, die letztendlich auch die Verlorenen tötet. War dennoch Zorn oder Hass in Gottes Angesicht, als Christus einen verlorenen Sünder darstellte? Nein, es schmerzte Gott unsagbar, als Er Christi Leiden und Tod miterleben musste. Gott hasst nur die Sünde, da sie die Menschen, die Er liebt, tötet, denn Er liebt alle so sehr wie seinen Sohn – auch die verlorenen Sünder. Und es zerreißt Ihn innerlich, wenn Er sie verliert. Genauso wird es am Ende der Welt sein ... denn Gottes Charakter ist immer derselbe unwandelbare Charakter der Liebe.

Am Ende ein Neuanfang

Gott sagte voraus, dass am Ende der Welt – über zweitausend Jahre nach Christi Geburt – ein Zeitpunkt kommt, da die ganze Menschheit die Wahrheit erfährt: Im Gegensatz zu einem harten Gottesbild sowie irdischen Traditionen und Geboten wird dann Gottes wahrer Charakter und sein Wort allen bekannt, damit sie sich frei entscheiden können. Und es gibt Menschen, die Christi Zeugnis über Gottes Liebe glauben und die ursprünglichen biblischen Gebote der Liebe ausleben.

Doch dann erscheint der gefallene Engel als ein Engel des Lichts, als ein falscher Christus. In dem Chaos von Katastrophen und Krisen auf der Erde wird er für den Retter gehalten. Aber er verkündet wiederum ein falsches Bild von Gott: Die Erde sei von Gott gestraft und erhalte erst wieder Gottes Gunst, wenn bestimmten Gesetzen gehorcht würde; deshalb müssten alle beseitigt werden, die dem im Weg stünden. Im Gegensatz zu diesen Lügen halten sich jene Menschen, die Christus glauben, umso mehr an Gott und seiner Güte fest und bleiben seinem Wort und seinem Ruhetag treu. In ihrer Notlage rufen diese Treuen zu Gott. Er bewahrt sie, denn das Ende der Zeit ist erreicht. Vor dem ganzen Universum wird nun erkennbar, wie sich alle entschieden haben, denn in den abschließenden Katastrophen wechselt keiner mehr die Seiten.

In diese Dunkelheit hinein kommt Christus mit der Herrlichkeit des Vaters und mit den Engeln sichtbar für alle in den Wolken des Himmels. Die Erde versinkt in Tod und Zerstörung, doch Christus weckt alle aus dem Grab auf, die im Vertrauen zu Ihm gestorben sind. Sie werden mit den lebenden Erlösten in jugendliche Herrlichkeit verwandelt sein, und Christus bringt sie in die himmlische Heimat. Für tausend Jahre beantwortet Gott alle ihre Fragen. Danach werden auch die Verlorenen aus dem Tod auferweckt. Aber obwohl sie dann vor Gott stehen und seine Herrlichkeit und Liebe sehen, kehren sie dennoch nicht zu Gott um, sondern bleiben bei ihrer Ablehnung und Rebellion. Durch ihre eigene Trennung von ihrem Lebensgeber verlöschen sie mit Satan für immer in einem Tod, aus dem es kein Erwachen mehr gibt. Sie werden sein, als wären sie nie gewesen ... und Gott weint mit seinen Erlösten um sie.

Doch dann ist endgültig alles Ringen vorüber. Die Trauer wird überwunden, die Vergangenheit mit ihrem Leid, Krieg und Schmerz ist Vergangenheit und ein Neuanfang liegt vor ihnen allen. Gott wird die Erde neu erschaffen und mit seinen Erlösten auf ihr wohnen. Das Paradies wird wieder auf Erden sein. Es übertrifft alles, was ein Mensch sich je erträumte. Dieser Friede und die Schönheit der neuen Welt sind kaum zu beschreiben. Mit Freude werden die Menschen in dieser Herrlichkeit für immer in Harmonie mit Gott zusammenleben – da alle Gottes Charakter verstanden haben. Er hat ihr Vertrauen auf ewig gewonnen ... denn es ist wahr: Gott ist die Liebe.


Wer möchte da nicht für immer dabei sein?
Gott liebt Dich so sehr, dass Er lieber den Tod auf sich nahm, als ewig ohne Dich zu leben …


’Gott ist die Liebe. Und wir haben diese Liebe,
die Gott zu uns hat, erkannt und geglaubt.’

i. 1 Johannes 4,8.16

Die Liebe bleibt

So spricht der Ewige
„Ich habe dich schon immer geliebt.
Deshalb habe ich dich zu mir gezogen,
aus meiner ganzen Zuneigung.“

Gottes Liebe ist so stark,
dass selbst der Tod sie nicht bezwingt.
Ungebrochen bis über das Grab hinaus
ist die Macht seiner völligen Hingabe.

Denn Gott beweist seine Liebe zu uns darin,
dass Christus, als wir noch treulose Sünder waren,
für uns in den Tod gegangen ist.

Die Liebe ist von Gott.
Und wir haben die Liebe,
die Gott zu uns hat, erkannt und geglaubt.
Gott ist Liebe.

Er ist in seiner Liebe geduldig und freundlich
und von Herzen gut und freigiebig,
ist nicht selbstsüchtig oder reizbar,
nicht verbittert oder nachtragend,
erträgt alles, glaubt unerschütterlich,
hofft unerschütterlich, hält alles aus,
denn seine Liebe vergeht niemals.
Alles, was bruchstückhaft ist,
wird weggetan werden.

Aber seine Liebe bleibt.

 

Nach Jer 31,2-3; Hohelied 8,6-7; Röm 5,8; 1.Jo 4,7.16; 1.Kor 13,1-13

Jaimée M.